Heavy Rain (Move Edition)

Das französische Entwicklerstudio Quantic Dream, veröffentlichte 2010 den PS3-exklusiven Titel “Heavy Rain”. Dabei wollten die Macher von „Fahrenheit“ mit ihren Projekt neue Maßstäbe in Sachen Spielerlebnis setzen und den Fokus auf die Story und das aktive Einbinden des Spielers legen.
In Heavy Rain steuert der Spieler vier Personen die in eine Entführungs- und Mordserie im Jahr 2011 verwickelt sind. Der sogenannte Origamikiller entführt Kinder vorwiegend im Herbst und wenige Tage später werden sie tot aufgefunden. Ertrunken und mit einer Origamifigur, sowie einer Orchidee.
Spielbar sind der Architekt Ethan Mars, der Privatdetektiv Scott Shelby, der FBI-Profiler Norman Jayden und die Journalistin Madison Paige. Wie sie in den Fall verwickelt sind will ich an dieser Stelle nicht verraten, das muss jeder für sich selber rausfinden.
Ob Quantic Dream mit Heavy Rain die besondere Spielerfahrung liefern konnte und ob die Story und das Spielprinzip funktionieren will ich in der nachfolgenden Review vertiefen.

Story:

Der zentrale und wichtigste Punkt in Heavy Rain ist von Anfang an die Story gewesen und das bestätigt sich auch im Spiel selber. Das Gerüst um den Origamikiller baut sich mit jeder Spielminute weiter auf und lässt den Spieler tiefer in den Fall eintauchen. Jede der Figuren bringt ihre eigene Geschichte mit in den Fall, sodass man sich jederzeit mit allen Protagonisten identifizieren kann. Man darf wohl auch soweit gehen und sagen, dass die Story um Heavy Rain auch mit nur einer der 4 Hauptpersonen perfekt funktioniert hätte.
Nach einer kurzen Einführungsphase, in der man den Architekten Ethan Mars spielt und sich an das Spiel gewöhnen kann beginnt die eigentliche Geschichte.

Spiele, die eine richtige Story bieten findet man heutzutage selten, und auch Heavy Rain füllt nicht das klassische Bild eines Spiels. Was die Entwickler aus Quantic Dream geschaffen haben, geht weit über das bisher bekannte hinaus. Wie die Geschichte abläuft bestimmt der Spieler selber, und auch wenn es beim ersten Spielen nicht klar wird, jede Entscheidung hat gravierende Einflüsse auf den weiteren Verlauf und die Jungs aus Frankreich ermöglichen 18 unterschiedliche Enden, die alle eine andere Art der Mordaufklärung bieten. Quantic Dream bildet den groben Leitfaden der Geschichte, die beim Spielen unbewusst von dem Spieler selber aufgefüllt wird. Und das funktioniert perfekt und besser als je zuvor in einem Spiel.
Die 4 Protagonisten handeln unabhängig voneinander, ihre Wege kreuzen sich aber in der ein oder anderen Situation, was ihr daraus macht, ist wie so vieles euch selber überlassen.

Grafik:

Heavy Rain kommt in 720p Auflösung auf den Fernseher und kann sich durchaus sehen lassen. Auch wenn es keine Referenz ist, fügen sich die grafischen Elemente perfekt in die Umgebungssituation ein. Ein leichtes Korn passt zur trüben Stimmung die in der Stadt vorherrscht, weil jeder in Angst vor dem Origamikiller lebt.
Das, was die Grafik ausmacht ist das „Motion-Capturing“.  Die Mimik wurde dadurch so gut aufgefasst, dass es einfach ein Genuss ist in das Gesicht der Person zu gucken, da jede Falte und jeder Gedanke auf dem Gesicht abzulesen ist.

Gameplay:

Auch in Sachen Gameplay setzt Heavy Rain neue Mäßstäbe. Eine Entscheidungsfreiheit in dieser Art habe ich noch nicht gesehen. Man kann die Gedanken der Person sehen und anhören, was sie dazu zu sagen haben. In fast allen Situationen kann man Entscheidungen treffen, die dann mehr oder weniger den weiteren Verlauf beeinflussen, in den meisten Fällen ist es „mehr“!
Der Movecontroller toppt das Ganze und setzt neue Maßstäbe. Durch die Bewegungen ist man einfach „mittendrin statt nur dabei“. Türöffnen fühlt sich authentisch an, wie nie zuvor, beim Ausweichen muss man auch in einer gewissen Art ausweichen. Meinen persönlichen Hit setzt der Profiler Norman Jayden mit seinem ARI, einem Gerät zur interaktiven Spurenanalyse. Per Movecontroller kann man durch Akten scrollen, Proben analysieren, Beweise zur Seite schieben und vieles mehr. Man fühlt sich, als würde man Norman gegenüber sitzen und den ARI, Added Reality Interface, selber bedienen. Dabei erinnert es stark an die Form, wie Tom Cruise in Minority Report arbeiten.

Neben den einfachen Bewegungen mit dem Controller gibt es sowohl schnelle, als auch langsame Passagen in denen es auf schnelle bzw. langsame Bewegungen mit dem Move ankommt. Führt man Bewegungen nicht schnell genug aus, kann das große Auswirkungen haben und den Charakter beeinflussen, denn die Charaktere können auch sterben.

Fazit:

Mit Heavy Rain setzen die Jungs aus Frankreich neue Maßstäbe in Sachen Gaming. Dieses Spielerlebnis, wie Heavy Rain es bieten, kann man zurzeit nirgendwo anders finden.
Jeder, der einen PS3 besitzt und auf gute Story und Abwechslung zu den jährlichen Call Of Dutys sonstigen Spielen sucht, der muss bei Heavy Rain zuschlagen. Das Experiment, das Quantic Dream gestartet hat war riskant, aber absolut erfolgreich. So ein Spiel hat man lange nicht gesehen und es wird in Sachen Entscheidungsfreiheit, Story und Gameplay, vorallem mit Move, noch eine ganze Zeit lang Maßstäbe setzen.

Heavy Rain ist eines der wenigen Spiele, bei denen man einfach weiterspielen muss, auch wenn man Pause machen möchte. Denn der Gedanke an den Origamikiller lässt einen nicht los bis man ihn aufgespürt hat und ihr könnt mir glauben wenn ich sage, das Spiel um den Origamikiller und die Lösung des Falls endet mit einem Paukenschlag, den so wohl kaum ein Spieler erwartet hat.

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Heavy Rain (ungeschnitten)

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Eine Antwort auf Heavy Rain (Move Edition)

  • ozeanmartin sagt:

    kenne nur die normale version,bin mal gespannt ob die spielintensitivität durch die move edition noch gesteigert wird :razz:

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